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Abfallwirtschaft
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt die Konzeption über die zukünftige Erfassung und Verwertung von Abfällen im Donnersbergkreis.
Das Angebot der Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn scheint lukrativ zu sein. Die Wiederverwertung und der Einsatz von Gartenabfällen und Grünschnitt in einer Biogasanlage liegt in „unserem grünen Sinne“. So sehen wir auch die Rücklieferoption des aufbereiteten Feinanteils als sehr positiv ein. Genau solche Akzente kommen den Zielen unseres Donnersberger Energiekonzeptes entgegen: energieautark zu werden.
Die Einführung der Energietonne: Na endlich……………….
Hat die Verwaltung es doch noch eingesehen? Leider denken wir, dass es wegen gesetzlichen Vorgaben zwanghaft umgesetzt wird, wie es das Kreislaufwirtschaftsgesetz ab 2010 sowieso vorsieht. Wir bedauern deshalb die fehlende bewusste Entscheidung für die Energietonne und eine energetische Verwertung unseres Mülls (der Biomasse).
Wenn nun die Energietonne 2012 kommen soll, fordern die Grünen drei Punkte besonders zu beachten:
1) Die Müllgebühren dürfen nicht erhöht werden. Wir wollen für unsere Bürgerinnen und Bürger
stabile Gebühren gewährleisten.
2) Der Rabatt für Eigenkompostierer muss beibehalten werden. Man darf ihnen die Möglichkeit und
die Motivation der Eigenkompostierung nicht nehmen.
3) Die größte Aufgabe der Verwaltung wird in nächster Zeit die Öffentlichkeitsarbeit sein.
Bürgerinnen und Bürger müssen informiert, beraten und unterstützt werden. Vor allem sollte
ihnen die wichtige Bedeutung für die Umwelt bewusst gemacht werden. Der ökologische
Charakter der getrennten Müllerfassung muss herausgestellt werden, damit Bürgerinnen und
Bürger bereit dazu sind, die Energietonne positiv aufzunehmen. Eine erhebliche Anzahl von
Fremdkörpern im Biomüll sollte dann ausgeschlossen werden können.
Nun zu den Bedenken die Bürgerinnen und Bürger hätten keinen Vorteil, sondern nur zusätzliche Arbeit, durch die Umstellung in der Mülltrennung: Wir leben in einer Konsumgesellschaft, wir leisten uns den Konsum, also produzieren wir auch den Müll. Es liegt in unserer Verantwortung, sich um den entstehenden Abfall zu kümmern und ihn entsprechend nachhaltig zu verwerten. Es ist somit die Pflicht jedes Menschen sich damit zu beschäftigen. Wir tun das für unsere Umwelt und unsere Nachkommen!
Unser Müllabholsystem ist für die Bürgerinnen und Bürger doch recht bequem. Sie müssen doch nur den Müll trennen und die Tonne an entsprechenden Tagen dann auf die Straße stellen.
Wir denken, dass durch die Einführung der Energietonne kein erheblich größerer Arbeitsaufwand auf die Bürgerinnen und Bürger zu kommt.
Erfreulich ist, dass durch die Einführung der Energietonne gegenüber den aktuellen Kosten womöglich Einsparungen entstehen. So ist die Tatsache, dass der Kostenpunkt „Entschädigung Mindermenge“ hätte verhindert werden können, wenn vor einigen Jahren die langfristige und voreilige Bindung an eine Müllverbrennungsanlage in Mainz nicht beschlossen worden wäre. Leider ist daran aber bis 2023 nichts zu ändern!
Eine Anregung noch zum Begriff Energietonne: Zu überlegen wäre eine Begriffsänderung. Biotonne ist ein bekannter Begriff und sagt mehr darüber aus, was in die Tonne hinein kommt. Energietonne dagegen ist ein eher unbekannter Begriff und beschreibt eben eher was aus dem Abfall entsteht.
Die durch die Einführung der Energietonne folgende Konsequenz, dass der Abfuhrrythmus der Restabfalltonne auf vier Wochen gestreckt wird, ist logisch. Bedenken haben wir aber bei der Baby-/ und Pflegetonne bzw. bei den bereit gestellten Säcken. Hierzu müssen weitere Lösungsvorschläge folgen.
Frage: Wie ist das mit dem Anschluss- und Benutzerzwang? Wie wird mit denen verfahren, die die Energietonne nicht nutzen wollen?
(Antwort: Ja er besteht. Das gilt nicht für das Gewerbe.)
Für die Idee der optionalen Sperrabfallsammlung gilt in Zukunft Erfahrungen damit zu sammeln, ob die Leistungen angenommen werden. Generell sind wir dafür, dass auch die bisherige Sperrabfallsammlung beibehalten wird. Uns gefällt der Gedanke, dass andere Menschen mit unserem „Abfall“ noch etwas anfangen können.
Auch Punkt 5 werden wir zustimmen, da wir einsehen, dass die Einführung der Energietonne die nötige Vorbereitung braucht.
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