GRÜNE im Donnersbergkreis beraten über soziale Gerechtigkeit und Hitzeschutzmaßnahmen

Dannenfels. Bei der Kreismitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Donnersberg am Freitag, 23. Oktober 2026, im Restaurant Bastenhaus in Dannenfels standen die finanzielle Situation des Kreisverbandes, die bevorstehende Landesdelegiertenversammlung und die Ratsarbeit im Mittelpunkt. Als Gast begrüßten die Mitglieder die Landesschatzmeisterin Rebecca Stallbaumer.

Ein wichtiges Thema war die Landesdelegiertenversammlung am 7. November 2026 in Bingen am Rhein. Dort soll unter anderem der Leitantrag „Für eine sozial gerechte Zukunft: Starke Familien, sichere Kindheit und Jugend verteidigen“ behandelt werden. Der Antrag setzt sich für eine stärkere soziale Absicherung von Familien, bessere Bildungschancen und den Erhalt wichtiger Unterstützungsleistungen ein. Kritisiert werden insbesondere geplante Kürzungen des Bundes bei familienpolitischen Leistungen. Zu den Forderungen gehören der Erhalt des Unterhaltsvorschusses für 16- und 17-Jährige, Investitionen in Kindertagesstätten und Schulen sowie eine bessere medizinische und psychotherapeutische Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum. Auch bezahlbarer Wohnraum und die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen spielen eine zentrale Rolle. Lisett Stuppy begrüßte die Schwerpunktsetzung auf soziale Gerechtigkeit. Gemeinsam mit Thomas Wiemer-Scheidel und Sara Pasuki wird sie den Kreisverband als Delegierte bei der Landesdelegiertenversammlung vertreten.

Ein weiteres Thema war die finanzielle Situation des Kreisverbandes. Die Co-Kreisvorsitzende Lisett Stuppy erklärte, dass die Rücklagen inzwischen weitgehend aufgebraucht seien. Schatzmeister Denis Nemeth erläuterte, dass die Beitragseinnahmen pro Mitglied im landesweiten Vergleich deutlich niedriger ausfielen. Gleichzeitig müsse der Kreisverband für jedes Mitglied feste Beträge an den Landes- und Bundesverband abführen. Vor diesem Hintergrund wurde eine neue Beitragsordnung vorgestellt und diskutiert. Für Menschen mit geringem Einkommen soll weiterhin ein Sozialbeitrag von sechs Euro pro Monat gelten. Eine Beschlussfassung über die neue Beitragsordnung erfolgte bei der Versammlung nicht.

Darüber hinaus berichteten die kommunalen Ratsfraktionen über ihre Arbeit. Dabei wurde unter anderem das Thema Hitzeschutz angesprochen. Anträge und Anfragen zum Thema wurden in allen Verbandsgemeinderäten behandelt – mit unterschiedlichen bzw keinen Beschlüssen. Die Vernetzung zwischen den Fraktionen wurde als sehr wertvoll beschrieben. Weitere gemeinsame Initiativen wie zur Barrierefreiheit, Verpflegung in Grundschulen und Kitas sind geplant.

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